Genickbruch durch Kieselstein: -19% für Toyota und seine Gaspedal Tragödie
Posted 2 years ago at 19:05. 0 Kommentare - Sei der Erste!
Es ist nicht schön, was man da die Tage über Toyota zu hören bekam. Ein Produktionsfehler hat dazu geführt, dass bei vielen Millionen Fahrzeugen das Gaspedal festklemmen und so zu Dauer-Vollgas führen kann. Ein Unternehmen, welches mit seinem Hybrid-König “Toyota Prius” und zuverlässiger Technik bisher ein viel gelobter Spitzenreiter war, könnte nun lebendig begraben werden.
Denn mittlerweile gab es aufgrund dieses technischen Defekts schon über 200 Unfälle mit mehreren Todesopfern. Das Problem ist wohl schon seit einem Jahr bekannt, rückt allerdings erst jetzt richtig in die Öffentlichkeit.
“Ich habe die Bremse knallhart durchgedrückt. Ohne Erfolg. Mein Auto wurde immer schneller”, berichtete die schockierte Toyota-Prius-Besitzerin Elisabeth James aus Denver im vergangenen November dem Fernsehsender ABC.
( http://www.tagesschau.de/wirtschaft/toyota150.html )
Millionen Fahrzeuge müssen also überprüft und ggF. repariert werden. Ein unumgänglicher Schritt wenn Toyota noch einen Funken des Vertrauens seiner Kunden behalten möchte.
Das Beispiel Toyota zeigt uns wieder einmal, wie hart ein einziger Fehler ein doch florierendes Unternehmen auf Image- und Aktien-Talfahrt schicken kann. Die Toyota Aktie ist seit 2007/2008 wie bei vielen Unternehmen “aufgrund der Wirtschaftskrise” ordentlich gesunken, konnte am 21.01.2010 – also vor gut 2 Wochen – jedoch den seit 1 Jahr höchsten Kurswert verzeichnen.
Durch das Medieninteresse an der Gaspedal-Affäre ist der Kurs innerhalb weniger Tage um 19% gefallen. Aber nicht der Kurs alleine dürfte stark abgenommen haben, denn ein solcher Fehler im Kern der eigenen Produktion wirkt erheblich Image-schädigend.
Ein Auto bei dem die Gaspedale einklemmen können ist wie ein Lebensmittel, das ab-und-zu mal tödlich sein kann… keine gute Investition also! Bis Toyota seine potentiellen Kunden von der hoffentlich bald wieder herrschenden Sicherheit seiner Automobile überzeugt und seinen Imageschaden überwunden hat, dürfte einige Zeit verstrichen sein. Nicht zuletzt auch weil die Verbraucher sich negative Schlagzeilen viel präziser und länger einprägen als die Postiven.